Zukunfts-Werkstatt
Zukunftsforschung: Wer sie braucht und was sie kann
München/Niederaula. Auf der "transport logistic 2011" organisierte die mittelständische Stückgutkooperation System Alliance Podiumsdiskussionen rund um das Thema Zukunft. In Podium 1 ging es um die Frage, was Zukunftsforschung leistet - und wer sie braucht.
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Was ist Zukunftsforschung?
Die Grundlagen der heutigen Zukunftsforschung sind bereits im Jahr 1950 entstanden. Mittlerweile stehen den Wissenschaftlern vielfältige Methoden zur Verfügung. So nutzen große Unternehmen beispielsweise Szenario-Techniken, um sich systematisch mit wichtigen Zukunftsfragen auseinander zu setzen. Die Zukunftsforschung gilt als Querschnittswissenschaft, die wichtige Aspekte anderer Fachrichtungen (Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) einbezieht und deren Erkenntnisse zusammenführt. Bei mittelständischen Logistikunternehmen sind Szenario-Techniken bislang wenig verbreitet – die Planungshorizonte liegen nur bei etwa drei bis fünf Jahren.
Wer braucht Zukunftsforschung?
Mittelständische Unternehmen könnten von der Zukunftsforschung profitieren. Ein erster Schritt ist das Schaffen eines entsprechenden Bewusstseins im Management. Zukunftsthemen gehören regelmäßig auf die Agenda von Meetings.
Warum hat sich die System Alliance mit der Zukunft beschäftigt?
Die mittelständische Stückgutkooperation System Alliance ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dabei spielt der Blick in die weitere Zukunft eine wichtige Rolle. Was passiert in zehn, was passiert in 20 Jahren? So sind beispielsweise Ressourcenknappheit und Nachhaltigkeit wichtige Umfeld-Themen, die künftige (Unternehmer-)Generationen beeinflussen werden.
Wie funktioniert die Zukunfts-Werkstatt?
Der Prozess der Zukunfts-Werkstatt bestand aus vier wichtigen Elementen. Es wurden vorhandene Zukunftsstudien gesichtet und ausgewertet. Darüber hinaus lieferten Interviews mit Geschäftsführern und Inhabern der Gesellschafterunternehmen wichtige Anhaltspunkte. Zahlreiche Workshops und eine breit angelegte Online-Befragung über verschiedene Hierarchie- und Funktionsebenen hinweg ergänzten die Analyse. Dabei wurden unterschiedliche wissenschaftliche Methoden miteinander kombiniert.
Teilnehmer der Podiumsdiskussion:
Dr. Bernhard Albert, Zukunftsforscher
Dr. Rainer Dachselt, Moderation, Hessischer Rundfunk
Georg Köhler, System Alliance GmbH
Dr. Heiko von der Gracht, Center for Futures Studies (CEFU)
(Redaktion)
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